Der 1. Mai ist seit jeher ein besonderer Pilgertag in unserer Region. Jahr für Jahr machen sich zahlreiche Gläubige aus Freystadt und Umgebung mit Fahnen, Kreuzen und Marienbildern auf den Weg zur Wallfahrtskirche Maria Hilf, um gemeinsam das Hochfest „Maria, Schutzfrau Bayerns“ zu feiern.
Der Tag beginnt um 9.00 Uhr mit einem frühen Gottesdienst, gemeinsam mit der Pfarrei Berngau, die zu Fuß nach Freystadt pilgert. Anschließend versammeln sich alle Pilger auf dem Marktplatz. Von dort ziehen wir um 10.00 Uhr in einer feierlichen Prozession, begleitet von der Blaskapelle Thannhausen, betend und singend zur Wallfahrtskirche Maria Hilf.
Dort angekommen feiern wir gemeinsam den festlichen Gottesdienst zu Ehren der Gottesmutter. Die Predigt hält Diakon Manfred Nagl aus Möning.
Im Anschluss sind alle herzlich eingeladen ins Haus Franziskus, um sich zu stärken, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Gemeinschaft zu genießen.
Den Abschluss des Pilgertages bildet um 13.30 Uhr die Maiandacht in der Wallfahrtskirche. Sie wird gestaltet von den Seniorenbeauftragten des Bauernverbandes im Landkreis Neumarkt, Brigitte Weber und Christine Riel-Sommer, mit Keyboardbegleitung sowie modernen und klassischen Liedern.
Herzliche Einladung an alle Gläubigen und Besucher, diesen besonderen Tag mit uns zu feiern, den Glauben zu stärken und diese schöne Tradition lebendig zu halten.
Warum feiern wir das Fest „Maria – Schutzfrau Bayerns“?
Das Fest „Maria – Schutzfrau Bayerns“ erinnert an eine lange und tief verwurzelte Tradition des Vertrauens auf die Gottesmutter in unserem Land. Seit Jahrhunderten wird Maria in Bayern in besonderer Weise verehrt – als Begleiterin, Fürsprecherin und Schutzfrau der Menschen.
Der Ursprung dieser Verehrung geht auf den späteren Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (*1573–1651) zurück. Er war von Jugend an von einer tiefen Marienfrömmigkeit geprägt und setzte sein ganzes Vertrauen auf die Gottesmutter. Im Jahr 1616 stellte er Bayern bewusst unter ihren Schutz. Sichtbares Zeichen dafür war eine Marienstatue im Zentrum der Münchner Residenz, die den Titel „Patrona Boiariae“ trug – also Schutzfrau Bayerns.
Ein weiteres bedeutendes Zeichen dieser Verehrung entstand im Jahr 1638 mit der Weihe der berühmten Mariensäule auf dem Münchner Marienplatz. Sie wurde, neben Altötting, zu einem wichtigen Mittelpunkt der marianischen Frömmigkeit in Bayern. Über Generationen hinweg blieb die Verehrung Mariens lebendig und prägte den Glauben vieler Menschen.
Auch in späteren Jahrhunderten blieb diese Verbundenheit stark. Während des Ersten Weltkriegs bat König Ludwig III. von Bayern (*1845–1921) Papst Benedikt XV., Maria offiziell zur Schutzfrau des Königreichs Bayern zu erklären. Dieser Bitte wurde entsprochen: 1916 wurde Maria durch die Erklärung der Ritenkongregation zur Hauptpatronin des ganzen Königreiches Bayern erhoben.
Seit 1970 wird dieses Hochfest am 1. Mai gefeiert – bewusst zu Beginn des Marienmonats Mai, der in besonderer Weise der Gottesmutter gewidmet ist.
So ist das Fest „Maria – Schutzfrau Bayerns“ bis heute mehr als nur ein Gedenktag. Es ist ein Zeichen der Hoffnung, des Vertrauens und der Verbundenheit im Glauben. Es erinnert daran, dass viele Generationen vor uns ihr Leben und ihr Land unter den Schutz Mariens gestellt haben – und dass dieses Vertrauen auch heute noch trägt.






