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Gedanken zum Nachdenken von P. Maxentius Krah OFM

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 5, 13-16
»Ihr seid das Salz für die Welt. Wenn aber das Salz seine Kraft verliert, wodurch kann es sie wiederbekommen? Es ist zu nichts mehr zu gebrauchen. Es wird weggeworfen und die Menschen zertreten es. Ihr seid das Licht für die Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Auch zündet niemand eine Lampe an, um sie dann unter einen Topf zu stellen. Im Gegenteil, man stellt sie auf den Lampenständer, damit sie allen im Haus Licht gibt. Genauso muss auch euer Licht vor den Menschen leuchten: Sie sollen eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.«

Gedanken zur Schriftstelle von heute

"Ihr seid das Salz für die Welt. Wenn aber das Salz seine Kraft verliert, wodurch kann es sie wiederbekommen? Es ist zu nichts mehr zu gebrauchen. Es wird weggeworfen und die Menschen zertreten es" (Mt 5, 14).
Salz ist überlebenswichtig!
Ob wir laufen oder springen, atmen, … verdauen oder … das Blut durch die Adern pumpen – wir brauchen dazu Salz. 
Ohne Salz ist unser Leben nicht möglich.
Wenn aber das Salz seine Kraft verliert, hat es keinen Wert.
Wenn Christen sich keine Mühe geben, ihre Umgebung zu beeinflussen, haben sie wenig wert.
Wenn ich der Welt zu sehr gleiche, bin ich wertlos.
Christen sollten sich nicht allen anderen anpassen, mit dem Strom schwimmen, unauffällig durchkommen, sondern positiv beeinflussen, so wie Salz in Spei-senden besten Geschmack zur Geltung bringen.
Gott möchte in meinem Leben aktiv sein und auch in mir das Beste zur Geltung bringen.
Bei den Wüstenvätern heißt es: "Zeige, was du bist, mehr durch das, wie du lebst, als durch das, was du sagst".
"Ihr seid das Licht für die Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben" (Mt 5, 14).
Diejenigen, die in diesem Gleichnis angesprochen werden, sind solche Menschen, die in Jesus Christus ihren Erlöser sehen und ihr Leben führen im Vertrau-en auf Gott und Jesus Christus. 
Das Licht und die Lampe stehen für Wahrheit und Gerechtigkeit sowie die Liebe Gottes zu den Menschen. 
Das Geheime steht für die bösen Machenschaften von Menschen, die früher oder später im Lichte Gottes aufgedeckt werden.
Das Licht der Lampe oder generell das Licht welches scheint, setzt in diesem Gleichnis voraus, dass es rund herum dunkel ist. 
Da wo kein Licht scheint herrscht die Finsternis, was sinnbildlich für eine in Sünde gefallene und von Satan beherrschte Welt steht. 
Diese Welt ist voller Ungerechtigkeit und Unwahrheit. In dieser Welt belügen sich die Menschen, sie stehlen, setzen sich über andere Menschen hinweg, töten, brechen Ehen, sind neidisch, werden zornig, reden schlecht über Mitmenschen, bereichern sich auf Kosten anderer Menschen und machen vieles mehr.
Jesus hat mit seinem vorbildlichen Leben auf unserer Erde und mit seinem Tod am Kreuz ein Licht in unsere Welt gebracht, dass in unserer dunklen Welt scheint. 
Jeder erlöste Gläubige kann Teil dieses Lichts werden, durch die Leitung des Heiligen Geistes. 
Denn ohne die Beziehung und das Vertrauen zu Gott und das permanente neu ausrichten und durch die Leitung des Heiligen Geistes können bekennende Christen auch nicht permanent leuchten in einer dunklen Welt. 
Denn der bekennende Christ ist nach wie vor Mensch, in dem die Dunkelheit nach wie vor vorhanden ist.
Jesus macht mit diesem Gleichnis deutlich, dass er sich von bekennenden Christen wünscht, Gottfernen Menschen ein Licht zu sein in einer dunklen Welt. 
Ich soll die Menschen lieben, sich ihrer annehmen, von Gott und Jesus Zeugnis ablegen, Gerechtigkeit und Wahrheit leben, im Grunde alles Gute so tun wie Jesus es mir vorgelebt hat. 
Dieses positive Licht soll den Menschen, die in der Dunkelheit leben, den Weg zeigen, hin zu Jesus. 
Jesus will alle Menschen, die ihn annehmen, aus dieser Dunkelheit retten und ihnen das wahre Licht für ihr Leben geben.
Zu behaupten, dass ich zu Gott gehöre, aber dann hinzugehe und für mich selbst zu leben, ist Heuchelei.
Sei das Salz für die Welt!
Sei ein Leuchtturm für die Welt!
– sind Gegensätze zu dem weitverbreiteten "Unauffällig bleiben".
Verschließe dich nicht vor den Menschen!