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Wichtige Hinweise zum Coronavirus

| Rückblick

Meine Lieben, es ist unsere Aufgabe als eure Seelsorger, uns um euch zu kümmern. Deshalb haben wir beschlossen, mehr Vorkehrungen im Zusammenhang mit der Verbreitung des Virus zu treffen.

- Weihwasser wurde aus den Weihwasserkesseln entfernt. Wir wissen sehr gut, wie viel Kraft das Weihwasser hat, deshalb möchten wir Sie bitten, Flaschen oder verschiedene Wasserbehälter mit Wasser in die Kirche zu bringen, wir werden es Ihnen gerne weihen. Sie können den jeweiligen Priester jederzeit um die Wasserweihe bitten.

- Wir bitten Sie auf den Händedruck beim Friedensgruß zu verzichten. Lassen Sie uns das Zeichen des Friedens durch Kopfnicken weitergeben.

- Wir bitten darum, dass in naher Zukunft die heilige Kommunion als Handkommunion empfangen wird, um den Priester, der den Leib des Herrn an alle Gläubigen austeilt, nicht zu gefährden. Wir bitten Sie auf die Mundkommunion zu verzichten.

- Verzeihen Sie uns, dass wir uns nicht in naher Zukunft durch Händeschütteln von Ihnen verabschieden oder Sie begrüßen.

Meine Lieben, wir möchten, dass Sie verstehen, dass es für uns nicht leicht ist, solche Einschränkungen zu akzeptieren, aber wir sind verantwortlich - aus Sorge um die Kirche, aus Liebe zu Ihnen.

Ich möchte alle Pfarrangehörigen bitten, zu beten und vor allem zu fasten, um die Ausbreitung des gefährlichen Virus zu stoppen.

P. Bartimäus Trabecki OFM

Ihr Pfarrer

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Sankt Corona, steh uns bei!

 
 

Sie werden es kaum für möglich halten, aber tatsächlich hält der Heiligenkalender der katholischen Kirche eine heilige Corona für uns bereit. Sie ist eine Märtyrerin aus dem 2. Jahrhundert. Und an einer Wallfahrtskirche in Bayern kann man lesen:

"Müder Wanderer stehe still,
mach bei Sankt Corona Rast.
Dich im Gebet ihr fromm empfiehl,
wenn Du manch Kummer und Sorgen hast."

Ja, und das wollen wir nun ein wenig tun und rasten bei St. Corona. Bevor uns womöglich eine längere stille Zeit geschenkt wird, wie sie manche in Deutschland und viele in Italien und ganz viele in China gerade haben. Gut geeignet, um Besinnungstage oder gar Exerzitien zu halten.

Der Corona-Virus war ja zuerst mal weit weg. „Was schert es mich, wenn in China ein Sack Reis umfällt.“ Und jetzt ist Mailand in Quarantäne. Keine Veranstaltungen dürfen stattfinden. Und auch bei uns sollen ja jetzt Veranstaltungen über 1000 Teilnehmer besser nicht abgehalten werden. Plötzlich kommt es nahe. Mit allem rechnet man, aber an einen weltweiten Virus hat doch keiner gedacht. Und nun ist es da und ganz nah. Und es kommt noch näher. Das ist sicher. Und viele reagieren panisch. Hamsterkäufe von Mundschutz und Desinfektionsmitteln und nun auch an dauerhaften Lebensmitteln. Verständlich. Und natürlich übertrieben.

Also möge die heilige Corona uns zuerst einmal helfen, die Ruhe zu bewahren und vernünftig zu bleiben. Denn das Schlimme sind ja unsere Phantasien und Horrorvorstellungen. Darum beherrscht mich meist viel größere Angst, bevor ein Ereignis, eine Prüfung, ein Wettkampf oder Corona tatsächlich eintritt. Wenn es dann kommt, ist die konkrete Erfahrung meist nicht so schlimm, wie die Phantasie vorher. Warum? Weil die Wirklichkeit immer viel umfassender ist, als der innere Film vorher. Und dann ist auch immer Gottes Hilfe da.

Und das ist das Zweite, wozu Sankt Corona uns helfen kann, ist, uns vertrauensvoll in Gottes Hand zu geben. Das hat sie ja selbst auch getan. Sie ist der Legende nach in einer Christenverfolgung im 2. Jahrhundert für den Soldaten Victor eingetreten und hat ihm beigestanden, als er sich zum Glauben bekannte und gemartert wurde. So ist sie selbst dann in die Maschinerie der Verfolgung geraten und wurde grausam ermordet. Sie konnte so mutig sein, weil sie glaubte und Vertrauen hatte auf den Beistand Gottes. Und das darf auch ich glauben. Gottes Hilfe und Güte sind da und begleiten mich in jeder Situation meines Lebens.

Und das Dritte, was uns die heilige Corona erbitten kann, ist, nicht nur an uns selbst zu denken und an das eigene Überleben. Das haben wir ja eben gelesen: sie stand dem christlichen Soldaten Victor bei. Sich selbst hatte sie gar nicht im Blick. Damit er Hilfe und Beistand hat, ist sie hervorgetreten. Das ist auch jetzt wichtig. Die Not wahrnehmen und Unterstützung leisten, wenn es geht und ich es kann, zB. dem alten Ehepaar bei uns im Haus. Erst recht jetzt nicht durch eigenes, egoistisches Verhalten, andere gefährden. Und das heißt auch, die Ratschläge und Hinweise befolgen (s.u.). So sehr ich vielleicht denke, nein, ich muss jetzt in die Notaufnahme gehen.

Und noch eins, was wir in dieser Situation bewahren sollten, das ist der Humor. Er hilft uns Abstand zu wahren und uns selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Da gefallen mir Leute, die jetzt dieses Medikament gegen die Panik und für das Lachen verschicken. Leider habe ich keinerlei Urheberechtshinweis für das Bild. Es kam über WhatsApp einfach vorbeigesegelt. Ich hoffe, es kommt darum nicht zu Problemen! Sancta Corona, hilf!