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Unterwegs von Haus zu Haus - C+M+B

| Rückblick

In diesen Tagen sind sie wieder unterwegs: Die Sternsinger. Doch was es heißt, von Haus zu Haus ziehen, wenn es draußen bitter kalt ist und es früh dunkel wird, das weiß wohl niemand besser als die Kinder selber.

Einige tausend Kinder und Jugendliche sind jedes Jahr als "Heilige Drei Könige" in den Pfarrgemeinden des Bistums Eichstätt unterwegs. Rund um den 6. Januar wünschen die Sternsinger den Menschen Gottes Schutz und schreiben den Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus – kurz C+M+B) an die Haustüren. Dabei sammeln sie jedes Jahr Spenden für Not leidende Kinder weltweit. In der Diözese Eichstätt steht die Sternsingeraktion zudem im Zeichen der Solidarität mit der Partnerdiözese Poona sowie den aus Poona hervorgegangenen Diözesen Nashik und Sindhudurg. Die Partner in Indien können die Hälfte der hier gesammelten Spenden für verschiedene Projekte beim Kindermissionswerk beantragen. Damit werden beispielsweise Schulen gebaut und Räume für die Kinderkatechese eingerichtet.

Wer waren die Heiligen Drei Könige?

In diesen Tagen verkleiden sich zahlreiche Kinder aus den Gemeinden als Caspar, Melchior und Balthasar, um durch die Straßen zu ziehen und die Häuser der Gemeindemitglieder mit den Buchstaben C+M+B zu versehen.

Die Bibel erzählt von drei Sterndeutern aus dem Osten – wir nennen es das Morgenland –, die einen besonders hellen Stern entdeckten. Der Stern war viel heller und viel strahlender als alle, die sie bisher gesehen hatten. Sie vermuteten, dass der Stern ihnen sagte, dass der König der Juden geboren sei. Da sie ihn in Jerusalem vermuteten, gingen sie dorthin, denn sie wollten das Kind ehren und ihm sagen, wie froh sie über seine Geburt waren.

"Wo ist der neugeborene König der Juden?", fragten sie König Herodes, als sie in Jerusalem ankamen. Dieser erschrak: Er wusste nichts von einem Kind – und einen anderen König wollte er in seinem Königreich schon gar nicht haben. Sofort ließ er die Weisen zusammen kommen, die ihm sagten, dass Christus in Bethlehem geboren werden soll. Seine Wut ließ er sich bei den Heiligen Drei Königen nicht anmerken und tat so, als freue er sich über die Geburt des Kindes. Er beauftragte die Drei damit, genau herauszufinden, wo das Kind geboren werde. Er gab vor, das Kind ebenfalls ehren zu wollen – eigentlich wollte er es aber töten.

Wofür die drei Buchstaben stehen

Die Buchstaben C, M und B stehen aber nicht für die Anfangsbuchstaben der drei Könige, sondern für "Christus Mansionem Benedicat", was auf Deutsch "Christus segne das Haus" heißt. Gott soll das Haus durch den Besuch der Sternsinger vor Unglück beschützen.

Das Fest der Heiligen Drei Könige wird auch Dreikönigstag oder Epiphanias genannt. "Epiphanias" bedeutet "Erscheinung des Herrn". Damit ist gemeint, dass an diesem Tag die ganze Welt durch die Heiligen Drei Könige erfuhr, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Die Knochen, die wahrscheinlich von den Heiligen Drei Königen sind, liegen bis heute in einem schönen goldenen Schrank im Kölner Dom. Viele Menschen kommen dorthin, um an Caspar, Melchior und Balthasar zu denken.

Sternsinger aus der Pfarrei Freystadt
Sternsinger aus der Pfarrei Thannhausen
Sternsinger aus der Filiale Rohr
Sternsinger aus der Pfarrei Sondersfeld
Sternsinger aus der Pfarrei Mörsdorf