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Maiandachten 2020

| Rückblick

Seit ältesten Zeiten ist der Monat Mai in besonderer Weise der Verehrung der Gottesmutter Maria gewidmet. Und für viele Gläubige sind die damit verbundenen Traditionen – so zum Beispiel die besonders geschmückten Marienaltäre, die Maiandachten, die vertrauten Lieder – zu einem wichtigen und liebgewordenen Bestandteil ihres Glaubenslebens geworden.

Und begibt man sich auf eine biblische Spurensuche, ergibt sich aus den Worten der Heiligen Schrift ein äußerst interessantes und vielschichtiges Bild, das uns Maria als bedeutenden Menschen im Heilsplan Gottes vorstellt: Sei es ihre Bereitschaft, an die ungeahnten Möglichkeiten Gottes zu glauben, wie dies zum Beispiel in der Erzählung über die Verkündigung des Herrn zum Ausdruck kommt (vgl. Lk 1, 26-38), oder auch ihre Gabe, den Lebensweg Jesu in aller Treue und in aller Zurückhaltung mitzugehen, bis hin unter sein Kreuz (vgl. Joh 19, 26f.).

Bei alldem kommt zum Ausdruck, dass man die Person und das Wirken Mariens nur im Blick auf Jesus Christus richtig verstehen und einordnen kann. Gerade dies herauszustellen war ein großes Anliegen des II. Vatikanischen Konzils und auch einigen päpstlichen Lehrschreiben neuerer Zeit (so z.B. „Redemptoris Mater“ von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1987).

Und auf diese Weise wird Maria auch zum Vorbild für unser eigenes geistliches Leben: Sie lädt uns ein, unsere Verbundenheit mit Jesus Christus – grundgelegt in unserer Taufe – immer weiter zu vertiefen und ebenso fest darauf zu vertrauen, dass Gott auch mit unserem Leben einen ganz bestimmten Plan hat.

In diesem Jahr können wir leider keine Maiandachten anbieten, aber wir möchten alle dazu ermutigen, in ihren Häusern zu beten und Marienlieder zu singen.

Bitten wir die Gottesmutter, sich um uns und unsere Familien zu kümmern und die Pandemie von uns fernzuhalten.

Wir laden Sie ein, am 1. Mai und am Sonntag auf You Tube um 16.00 Uhr gemeinsam zu beten.