Geschichte des Franziskanerklosters

Geschichte / Quellenforschung

Auszug aus der Quellenforschung von Frau Bettina May-Schillok, M.A.  nach LUDWIG GRASSI ARCHITEKT/VFA 

1644 errichten 2 Freystädter Hirtenbuben einen Bildstock. Bald darauf Kapelle aus Lehm und Fachwerk mit Marienstatue. Danach entsteht eine steinerne Kirche, die wegen des 30 jährigen Krieges unvollendet bleibt.

1664- 1667 auf Veranlassung des Bürgermeisters Kreichweich Bau einer Kapelle.
1669 bereits auf Grund zunehmender Wallfahrt erweitert. Wegen ungenügender Fundierung bald baufällig.

1700 Grundsteinlegung der heutigen Wallfahrtskirche.

1710 vollendet.

Ab 1678 kamen Kapuziner aus Neumarkt um Aushilfe zu leisten. Als Wohnung wurde ihnen das neu erbaute Messnerhaus zugewiesen.

Am 16.09.1681 vorübergehende Niederlassung von 3 Patres aus dem Franziskanerkloster Dietfurt.

1688 und 1689 wurde ihnen die Betreuung der Wallfahrt untersagt.

Ab 1690 wurden sie zu Festen wieder nach Freystadt berufen, mussten aber beim Stadtrichter wohnen.

Ab 1692 durften sie das Messnerhaus wieder benutzen.

Ab 1705 durften wieder 2 Patres aus Dietfurt im Messnerhaus wohnen.

1710 genehmigte Fürstbischof Johann Anton die Errichtung eines Hospizes für 6 Patres und 1 Laienbruder.

1711 wurde das Freystädter Kloster vom Dietfurter Konvent getrennt.

1715 wurde die Aufstockung um 4 Patres und 2 Laienbrüder genehmigt.

1718 wurden zu den 10 Patres und 3 Laienbrüdern 2 weitere Patres genehmigt.

Ab 1722 war das Kloster Freystadt mit 13 - 14 Patres und 3 Laienbrüdern besetzt.

1802 wurden die Franziskaner mit der Säkularisation über die Klosteraufhebung unterrichtet und mussten das Kloster verlassen. Nach ihrem Abzug kamen aus anderen aufgelassenen Klöstern Franziskaner nach Freystadt. Bis zu 40 Ordensleute waren im Kloster untergebacht.

1803 wurde die völlige Auflösung des Klosters verfügt.

1804 ersteigerte der Pyrbaumer Amtsschreiber Xaver Kern das Konventsgebäude einschließlich Brauhaus, Garten und Sommerkeller.

1817 verhängte das Landgericht Neumarkt die Gant.

1818 pachtete der Drahtfabrikant Alois Karl die Gebäudekomplexe. Den Klosterkeller bekam der Bierbrauer Michael Betz.

1824 wurde es an beide verkauft.

1831 + 1833 erwarb Michael Betz den Karlschen Anteil und überließ ihn später seinem Sohn Michael.

1833 übergaben Vater und Sohn Betz das Klostergebäude an die Stadt Freystadt. Die Bierbrauergerechtigkeit behielt sich Betz vor. Den zukünftigen Klosterinsassen war eine Bierwirtschaft untersagt.

1833 verpflichteten sich 19 Gemeinden zu Naturalienabgaben an das zu errichtende Kloster, später kamen noch 8 Gemeinden hinzu.

1835 wurde die Wiederhehrstellung des Klosters für 3 Patres und 2 Laienbrüder genehmigt.

1836 wurden 1 Pater und 2 Laienbrüder nach Freystadt geschickt.

1837 erfolgte die volle Besetzung des Klosters.

1885 Kaufte die bayerische Ordensprovinz von Michael Betz das Brauhaus.

1915- 1918 befand sich in den Klosterräumen ein Lazarett.

1927 wurde ein Vorbereitungsseminar genehmigt.

1937 wurde diese Institution geschlossen.

1941 – 1945 wurden Teile des Klosters zu Kinderlandverschickung requiriert.

1945 wurde das Vorbereitungsseminar wieder eröffnet.

1954- 1957 wurde der 1. Bauabschnitt des heutigen Schulgebäudes errichtet.

1963- 1966 wurde der 2. Bauabschnitt errichtet.

Mit Auflösung des Seminars wurde das Schulgebäude an die Stadt Freystadt vermietet .

1999 ist das Kloster an polnische Franziskaner übergeben worden.